Wie Sie sicher unseren Internetseiten schon entnommen haben, sind unsere
Keramikfiguren alle Einzelkinder, also ganz und gar individuell gefertigte Unikate.
Lt. Finanzamt "Originalerzeugnisse der Bildhauerkunst aus Stoffen aller Art" -
UStG § 12 Absatz 2 - BStBl 2004 S. 638ff.
Nicht nur die äußere Form bestimmt den Arbeitsaufwand, sondern auch
im Innenleben steckt eine Menge Arbeit, die am Ende nicht mehr sichtbar ist.
Nach dem massiven Aufbau aus schamottierter Tonmasse wird das ganze Objekt zerteilt,
akribisch ausgehöhlt, die Halterung für die Gewindestange eingearbeitet
und die Verbindungen und Löcher für den Luftabzug vorbereitet.
Danach wird die ganze Figur wieder homogen zusammengefügt, geglättet und dekoriert.
Dann müssen die Viecher mit allerlei Stützen versehen ganz langsam wochenlang
unter einer Lochfolie trocknen. Dabei müssen am Anfang immer wieder die Hilfsstreben
nachjustiert werden, damit das Objekt schrumpfen kann und nicht reißt - bis alles dann soweit
gefestigt ist, dass alle Krücken in die Ecke fliegen und der Rohbau "freihändig" stehen kann.
Jede neue Figur ist immer wieder ein neues Abenteuer und ein großes Risiko,
bis sie endlich nach dem letzten Brand aus dem Ofen kommt.
Es gibt keine Maßtabellen oder Stücklisten - jedes Unikat wächst aus den Händen -
der plumpe Ton nimmt nach und nach langsam Gestalt an und jedes Stück hat einen anderen Charakter.
Das erfordert viel Geduld und Arbeitseinsatz.
Daher kann man auch den Endpreis nie genau vorhersagen.
Unsere Preise beginnen bei 7,90 Euronen für ein Elwedritschen-Ei mit Urkunde:
Eine Figur, die auf dem Dach "etwas hermacht" kostet je nach Größe und Ausführung
800-1200 Elwedritschentaler, einschließlich Arbeitsaufwand / Idee + Design / Materialkosten /
Gewindestange / Steinzeugglasuren / 1 Niederbrand mit 950 Grad und 1 Hochbrand mit 1300 Grad.
Kleinere Kameraden fürs Garagendach oder auf den Kamin sind natürlich entsprechend billiger.
Davon müssen Arbeitsmaterial und Brennkosten, Umsatz- und Einkommensteuer,
Krankenkasse, Pflegeversicherung, Altersversorgung, Krankheitstage, Unfallversicherung,
Haftpflichtversicherung, Berufsgenossenschaft, Handwerkskammerbeitrag,
Personalkosten, Fahrzeugkosten, Bürokosten, Buchhaltungs- und Beratungskosten,
Porto, Telefon, Internet, EDV-Kosten, Reparaturkosten, allgem. Werkstattkosten,
Raumkosten für Strom/Wasser/Müll/Heizung/Reinigung, Bankgebühren, Werbung,
Hilfsmaterial, diverse Beiträge und noch viele andere Kleinigkeiten bezahlt werden -
dazu kommt noch das Risiko, dass hin und wieder eine Figur beim Brennen den Löffel abgibt und die ganze Arbeit für die Katz war ...
und leben müssen wir Selbständigen dann auch noch davon -
Urlaub gibt´s wenig und schon gar keinen bezahlten - wer nix schafft, der hat auch nix -
von Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, bezahlten Krankentagen oder Arbeitgeberanteil zur Krankenkasse und Rentenversicherung können wir leider nur träumen.
Bitte bedenken Sie:
Laut Empfehlung der Handwerkskammer Stuttgart beträgt der zu verrechnende Stundenlohn eines normalen Handwerkergesellen - (wenn z.B. der Wasserhahn nicht mehr kräht oder der Lichtschalter nicht mehr knipsert)
ohne jegliche Materialkosten 54,15 Euro !!! (www.hwk-stuttgart.de/pdf/stdlohn6.pdf)